[Berlin] Minimalismus-Treffen am 27.09.2020 // Postwachstumsökonomie

Minimalismus und Arbeit. Überlegungen zu einer Postwachstumsökonomie

Wie viel Arbeit ist überhaupt nötig, wenn man sich dazu entschließt, reduziert zu leben? Tief in den theoretischen Überlegungen zu einer Postwachstumsökonomie (PWÖ) kann man hierzu fündig werden. Nico Paech als vielleicht bekanntester deutscher Vertreter und Kämpfer für eine PWÖ bezieht eine ganz klare Stellung hierzu, die wunderbar mit einem reduzierten und minimalistischen Lebensstil vereinbar ist: Man solle also 20 Stunden einer normalen Lohnarbeit nachgehen und hat so genügend Zeit sich anderen – wichtigen – Dingen zu widmen, die sonst auf der Strecke bleiben müssen. Viel an „Wohlstandsschrott“ den wir uns leisten, brauchen wir gar nicht für ein gelingendes Leben, so seine Überzeugung. Das fordert jedoch ein radikales Umdenken in Bezug auf uns und die Wirtschaft, in der wir leben.

Wie viel Reduzierung von Dingen und auch Arbeitszeit ist möglich? Wie weit wagen wir uns weg von einer Wirtschaft, die lediglich auf Wachstum ausgerichtet ist? Wie viel Wohlstand (und auch „Wohlstandsschrott“) sind wir bereit aufzugeben? Hierzu wollen wir uns nach einem kurzen Impulsreferat (von Martin Badenhoop) Gedanken machen und überlegen, wie viel Umstellung möglich ist.

 

Über den Referenten

Badenhoop, Martin: Nach seiner Maurerausbildung, Zivildienst und Abitur auf dem zweiten Bildungsweg folgte das Studium der Germanistik, Philosophie und Theologie und vergleichenden Religionswissenschaft an der Universität Rostock und Cork (Irland), was er mit einer längeren philosophischen Arbeit über Minimalismus und existentielle Reduktion abschloss. Er ist als Autor diverser Textformen aktiv und in Berlin als Lehrer und mittlerweile relativ selten als DJ tätig, wo er seit 2016 lebt.

Letzte Veröffentlichungen:

Gedichtband:

Die Vorhaut des Kapitals (Rostock 2012)

Philosophische Abschlussarbeit:

Zur philosophischen Reflexion menschlicher Bedürfnisse (Rostock 2014)

Politisches Manifest:

Manifests der Gewerkschaft zur bedingungslosen Grundliebe. Leitschrift zur Errichtung einer neuen Herrschaft (Wartburg 2016)


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